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Julia Tschaikner

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Im Zentrum meiner Arbeit stehen prozesshafte und serielle Verfahren in denen Überlagerung, Fragment, Materialspur und Archiv ineinandergreifen

Ich begreife Malerei als einen offenen Prozess, in dem materielle Schichten und überlieferte Erzählungen aufeinandertreffen. Vorgefundene Dinge tragen Spuren von Gebrauch, Zeit und Erinnerung, die ich durch Freilegung, Überschreibung und Umformung weiterbearbeite. Dabei greifen Recherche und bildnerische Arbeit ineinander: Eine Beobachtung verändert den Umgang mit dem Material, ein unerwarteter Befund öffnet neue Fragen. So entstehen Bilder und räumliche Arbeiten, in denen frühere Zustände nachwirken und neue Zusammenhänge Gestalt annehmen.